über den Röschtigraben nach Thailand
  «Swiss Folk Arts Röschtigrabe»-Gruppe

Dle Freiburger Volksmusikanten erlebten in Bangkok eine besondere Atmosphäre.

Eine rundum zufriedene, vom Erfolg verwöhnte «Swiss Folk Arts Röschtigrabe»-Gruppe kehrte voller Eindrücke heim vom internationalen Folklorefestival in Thailand.
Jung und Alt prägten anlässlich dieses «CIOFF»-Festivals das Bild in Bangkok. Das Motto «Bridge over generations» (Brücke zwischen den Generationen) beschreibt bestens das Ziel, alte Tradition und junge, neuzeitliche Kultur zusammenzubringen.
Wer hätte im März 2002 gedacht, als die Empfehlung der Freiburger Folklore Gruppe nach Thailand geschickt wurde, dass sie wirklich aus den vielen Eingaben gewählt würden? Am 15. August kam der definitive Entscheid. Mit viel Elan und Perfektionismus gingen die Verantwortlichen an die Vorbereitungen. Es galt, die Vielfalt der Schweizer Folklore an diesem Treffen so aufzuzeigen, dass alle die musikalische Botschaft verstanden.
Mit Sack und Pack flog die Röschtigrabe-Gruppe nach Bangkok. Am Flughafen empfingen sie feuchtes Klima und ein herrliches Thailand-Lächeln, das sie während der ganzen Zeit begleiten sollte; nicht ein professionelles Lächeln, sondern eine Widerspiegelung der Herzlichkeit und Zuvorkommenheit der Thailänder. Dank der ausgezeichneten Organisation des «GIOFF»-Festivals durfte die Gruppe, nebst vielen Auftritten auf den verschiedenen Festbühnen, in der Universität und im Kinderheim, auch ein wenig freie Zeit geniessen. Eine private Einladung des Schweizer Botschafters und seiner Gemahlin und ein Auftritt im Schweizer Club in Bangkok schafften auch Abwechslung.
Der Einkaufsbummel mit dem Tuk-Tuk (dem thailändischen Taxi) und Besuche im Nachtleben-Viertel durften natürlich auch nicht fehlen. Die Ausflüge zum Königspalast, zu den Tempeln, zum schwimmenden Markt und nicht zuletzt zur Krokodilfarm befriedigten auch auf kultureller Ebene die Neugier. Viele neue Bekanntschaften bereicherten den Aufenthalt in Thailand.
Nach der Schlusszeremonie im Benjasiri-Park durfte die Schweizer Gruppe von Bangkoks Kulturministerin eine spezielle Auszeichnung in Empfang nehmen für die gekonnte Darstellung der Vielfalt der Schweizer Folklore (Alphornblasen, Akkordeon, Bassgeige, Geislechlöpfe, Fahnenschwingen, Jodeln, Glöggle, Bäsele, Löffele, Talerschwingen, und sogar der Tanz fehlte nicht). Diese Ehre freute die Herzen der Schweizer ganz besonders. Viele Einladungen zu den nächsten «CIOFF»-Festivals sind schon eingetroffen. Wer weiss, wohin die Volksmusik die Folklore-Gruppe das nächste Mal hinführt.

Andrea Pürro für
Freiburger Nachrichten vom 7. Dezember 2002

 


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